Dieses Modell wurde zwischen 1954 und 1959 gebaut, wobei meine Baujahr 1959 ist. Das kuriose an dem Motorrad ist der Zweitakt-Doppelkolben-Motor. Die Technik des Motors ist sehr interessant, und sehr gut auf den diversen Iso-Seiten (siehe Links) erklärt. Hier die Technik nur in Kürze. Statt einem Kolben pro Brennraum, benutzt man zwei, die oben einen gemeinsamen, U-förmigen Brennraum verdichten. Beide Kolben bewegen sich etwas zeitversetzt zueinander. Das größte Problem beim normalen Zweitaktmotor ist, dass relativ viel Brennstoff beim Ansaugen gleich wieder durch den Auslaß verschwindet, also gar nicht verbrannt wird. Diese Problem löst der Doppelkolbenmotor durch die zeitversetzten Kolben. Ein Kolben steuert den Einlaß, der andere den Auslaß. Dadurch arbeitet der Doppelkolbenmotor deutlich wirtschaftlicher als der normale Zweitakter. Das Problem ist, das beide Kolben etwas zeitlich versetzt ihren OT erreichen, es sind also nicht beide gleichzeitig ganz oben. Wenn man bei dieser Konstellation trotzdem eine akzeptable Verdichtung und Leistung erreichen, dann muß man die Kolben "langhubig" machen. Bei der 125 GTD ist die Bohrung 38mm, und der Hub Auslaßkolben 55,7mm, und Einlaßkolben 57mm, und erreicht damit 6,7 PS bei einer Drehzahl von 5300 /min .
Der Motor springt super an, für einen Zeitakter. Die Drehzahlen liegen eher im Bereich von einem 4-Takt-Motor. Fühlt sich an wie so ein Zwischending von 2-Takt und 4-Takt-Motor.
Die Firma Moto Iso oder Isothermos war wohl eine relativ kleine Firma, verglichen mit den Grossen, wie z.B. Gilera oder Guzzi, aber um so verwunderlicher ist die Tatsache, dass die Motorräder bis zum kleinsten Hebelchen selbst produziert wurden. Z.B. sogar die Bremsbacken haben den Iso-Schriftzug.
Das einzige Problem, das ich mit dem Motorrad hatte, war die Elektrik. Die 6V-Anlage liefert schon bei Standgas die 6V (ohne Verbraucher gemessen). Und mir hat es regelmäßig alle Lampen durchgebrannt. Seitdem verwende ich einfach 12V Birnen. Die Beleuchtung ist trotzdem sehr gut, und es gibt keine Probleme.
Noch eine Anmerkung zur Beleuchtung - das Bremslicht scheint nachgerüstet, offensichtlich war das serienmäßig nicht eingebaut.
Zeitgleich mit der GTD, siehe oben, kam auch die GT-E auf den Markt. Motor und Rahmen sind identisch, die GT-E unterscheidet sich nur durch die 19' Räder und passende Schutzbleche. Das Design der GT-E ist ebenfalls sehr gelungen. Jedes Modell hat für sich eine eigene Ästhetik. Hier sind die Bilder
Hier ist noch ein Bild von einer "Moto Iso 125 C", von Rainer Rathje, der dieses Motorrad restauriert hat. Darunter noch die zugehörige Betriebserlaubnis, für Iso-Freunde in TÜV-Not.